Namen, Herkunft, Bedeutung

Namen unterscheiden einzelne Personen. Nachnamen drücken hierbei die Zugehörigkeit zur Familie oder zum Ehepartner aus. Einzig Künstler- oder Ordensnamen können frei gewählt werden.
Erstmals wurde im 9. Jahrhundert ein Name in Venedig vererbt. Das Brauchtum breitete sich während des 10. Jahrhunderts nach Norditalien und Südfrankreich aus. Bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts hatte sich dieses Brauchtum auch in den deutschen Raum verbreitet. Zu dieser Zeit waren Name Herkunft Bedeutung noch zweitrangig. Wobei zu jener Zeit der Name noch durch Umzug oder geänderte Berufstätigkeit geändert werden konnte. Der Adel allerdings trug ab dem Jahr 1037 feste Familiennamen, um die Erbansprüche geltend machen zu können. In bäuerlichen Gegenden kam man bis ins 19. Jahrhundert ohne Familiennamen aus.

Wie entstanden Namen

Viele Namen leiteten sich aus der Berufstätigkeit, den Namen des Vaters oder der Mutter ab. Aber auch das Herkunftsland, der Herkunftsort oder die Wohnstätte konnten die Namensgebung beeinflussen. Manche Namen wurden auch aus anderen Kulturkreisen übernommen.
So finden sich allein unter den 50 häufigsten deutschen Namen bereits 30 Namen, welche von Berufen abgeleitet wurden (Müller, Schulz).
Doch auch Namen welche aus den Vornamen der Eltern gebildet wurden findet man häufig, wobei meist die Endungen -sen oder -son angehängt wurden (Hansen, Peterson).
Auch körperliche Eigenschaften wurden zur Namensgebung verwendet. Hierbei wurden besondere körperliche Merkmale (Klein) oder Charaktereigenschaften (Kühn) für den Namen heraus gestellt.
Am bekanntesten ist die Namensfindung nach Wohngegenden oder Wohnstätten. Namen nach der Wohngegend (Böhm) wurden häufig zur Erinnerung an die Abstammung gewählt. Bei Namen welche nach der Wohnstätte entstanden waren lauteten zum Beispiel Walther von der Vogelweide oder Anthonia van Dyck (am Deich lebend).
So kann von jedem Namen die Herkunft und Bedeutung ermittelt werden.

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